Blutwerte verstehen
Ein wissenschaftlich eingeordneter Überblick über wichtige Laborwerte, ihre biologische Bedeutung und den Kontext, in dem sie gemeinsam beurteilt werden.
Laborwerte dienen der medizinischen Beurteilung im jeweiligen Kontext. Ein einzelner Wert außerhalb eines Referenzbereichs stellt nicht automatisch eine Erkrankung dar. Ebenso schließt ein Wert innerhalb des Referenzbereichs eine Erkrankung nicht grundsätzlich aus.
Diese Informationen dienen der wissenschaftlichen Orientierung und ersetzen keine medizinische Diagnostik oder individuelle ärztliche Beurteilung. Sie stellen keine Diagnose- und keine Therapieempfehlung dar.
Der Kontext entscheidet.
Ein einzelner Blutwert lässt sich nur im Zusammenhang mit weiteren Laborwerten, Referenzbereichen und individuellen Faktoren sinnvoll beurteilen.
Referenzbereiche hängen vom Labor und der verwendeten Messmethode ab.
Alter, Geschlecht, Ernährung, Flüssigkeitshaushalt, körperliche Belastung, Medikamente und andere Faktoren können Laborwerte beeinflussen.
Ein außerhalb des Referenzbereichs liegender Wert bedeutet nicht automatisch eine Erkrankung.
Ein einzelner Wert ermöglicht keine vollständige Diagnose.
Referenzbereiche können je nach Labor, Messmethode, Alter, Geschlecht und Population abweichen. Für einen konkreten Laborbefund ist der Referenzbereich des jeweiligen Labors maßgeblich.
Der Referenzbereich beschreibt eine definierte Referenzpopulation und ist nicht automatisch ein individueller Idealbereich.
- Hämoglobin (Hb)
- Hämatokrit (Hkt)
- Erythrozyten
- Leukozyten
- Thrombozyten
- MCV
- MCH
- MCHC
- RDW
- Neutrophile
- Lymphozyten
- Monozyten
- Eosinophile
- Basophile
- Ferritin
- Serum-Eisen
- Transferrin
- Transferrinsättigung
- TIBC / Eisenbindungskapazität
- Kreatinin
- eGFR
- Harnstoff
- ALT / GPT
- AST / GOT
- GGT
- AP / ALP
- Bilirubin
- Albumin
- Glukose
- HbA1c
- Insulin
- Gesamtcholesterin
- LDL-Cholesterin
- HDL-Cholesterin
- Triglyceride
- CRP
- hs-CRP
- Natrium
- Kalium
- Calcium
- Magnesium
- Testosteron
- SHBG
- Estradiol
- LH
- FSH
- TSH
Kleines Blutbild
Das kleine Blutbild erfasst die zellulären Bestandteile des Blutes — rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen und Blutplättchen — sowie abgeleitete Kennzahlen der roten Blutkörperchen. Einzelne Werte werden dabei immer im Verhältnis zueinander beurteilt.
Hämoglobin ist der rote, sauerstoffbindende Farbstoff der roten Blutkörperchen; gemessen wird seine Konzentration im Blut.
Hämoglobin transportiert Sauerstoff von der Lunge in die Gewebe und trägt Kohlendioxid zurück.
Der Wert wird unter anderem bei Verdacht auf eine Blutarmut (Anämie) oder zur Beurteilung des Sauerstofftransports untersucht.
Referenzbereich (Erwachsene; MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit g/dL): Männer etwa 13,8–17,2, Frauen etwa 12,1–15,1. Für Neugeborene und Säuglinge gelten deutlich andere Bereiche.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einer verminderten Sauerstofftransportkapazität zusammenhängen. Mögliche Ursachen sind eine verringerte Blutbildung, ein erhöhter Verbrauch oder ein Blutverlust. Die Bedeutung hängt vom Zusammenhang mit Hämatokrit, Erythrozytenzahl und weiteren Werten ab; ein einzelner Wert belegt keine bestimmte Erkrankung.
Ein hoher Wert kann unter anderem mit einer erhöhten Konzentration der roten Blutkörperchen zusammenhängen, etwa bei Flüssigkeitsmangel, längerem Höhenaufenthalt oder Rauchen. Auch hier entsteht die Bedeutung erst aus dem Verbund mit anderen Blutbildwerten.
Unter anderem Flüssigkeitshaushalt, Höhenaufenthalt, Schwangerschaft, Rauchen sowie Blutverluste oder Veränderungen der Blutbildung können den Wert beeinflussen.
Hämoglobin wird üblicherweise zusammen mit Hämatokrit und Erythrozytenzahl beurteilt.
Der Hämatokrit beschreibt den Anteil der roten Blutkörperchen am Blutvolumen.
Er gibt damit einen Hinweis auf die Konzentration der roten Blutkörperchen im Blut.
Er wird häufig zusammen mit Hämoglobin und der Erythrozytenzahl beurteilt.
Referenzbereich (Erwachsene; MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit %): Männer etwa 37–48, Frauen etwa 34–43. Für Neugeborene und Säuglinge gelten andere Bereiche.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einem verringerten Anteil roter Blutkörperchen zusammenhängen, etwa bei vermehrter Blutflüssigkeit oder verminderter Blutbildung. Die Bedeutung ergibt sich erst zusammen mit Hämoglobin und Erythrozytenzahl.
Ein hoher Wert kann unter anderem mit einer erhöhten Konzentration der roten Blutkörperchen oder mit Flüssigkeitsmangel zusammenhängen. Eine Verschiebung kann sowohl durch die Zahl der roten Blutkörperchen als auch durch die Blutflüssigkeit entstehen.
Der Flüssigkeitshaushalt beeinflusst den Wert; auch Höhenaufenthalt, Rauchen und Veränderungen der Blutbildung können eine Rolle spielen.
Hämatokrit, Hämoglobin und Erythrozytenzahl werden gemeinsam betrachtet, da sie unterschiedliche Aspekte derselben Größe abbilden.
Die Erythrozytenzahl gibt an, wie viele rote Blutkörperchen in einem bestimmten Blutvolumen enthalten sind.
Rote Blutkörperchen übernehmen den Sauerstofftransport; ihre Zahl trägt zur Sauerstoffversorgung der Gewebe bei.
Untersucht wird der Wert zur Beurteilung der Sauerstofftransportkapazität und im Rahmen der Abklärung von Blutarmut.
Referenzbereich (Erwachsene; MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit Millionen Zellen/µL): Männer etwa 4,2–5,7, Frauen etwa 3,8–5,1.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Eine niedrige Zahl kann unter anderem mit einer verminderten Bildung roter Blutkörperchen, erhöhtem Verbrauch oder Blutverlust zusammenhängen. Die Einordnung erfolgt zusammen mit Hämoglobin, Hämatokrit und den Erythrozyten-Indizes.
Eine erhöhte Zahl kann unter anderem bei längerem Höhenaufenthalt, Rauchen oder Flüssigkeitsmangel auftreten. Die Bedeutung hängt vom Zusammenhang mit den übrigen Blutbildwerten ab.
Neben dem Flüssigkeitshaushalt können unter anderem ein Aufenthalt in großer Höhe und Veränderungen der Blutbildung den Wert beeinflussen.
Die Erythrozytenzahl wird mit Hämoglobin, Hämatokrit und den Erythrozyten-Indizes (MCV, MCH, MCHC) gemeinsam betrachtet.
Die Leukozytenzahl erfasst die Gesamtzahl der weißen Blutkörperchen im Blut.
Weiße Blutkörperchen sind Bestandteil des Immunsystems und an der Abwehr von Krankheitserregern beteiligt.
Untersucht wird der Wert unter anderem zur Einschätzung von Immunreaktionen; die Gesamtzahl allein erlaubt keine Diagnose.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit Zellen/µL bzw. ×10⁹/L): etwa 4.500–11.000 pro µL (4,5–11,0 ×10⁹/L).
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Eine niedrige Zahl kann unter anderem mit einer verminderten Bildung weißer Blutkörperchen oder einem erhöhten Verbrauch zusammenhängen. Die Bedeutung hängt von der Zusammensetzung des Differentialblutbilds und weiteren Befunden ab.
Eine erhöhte Zahl kann unter anderem mit einer Immunreaktion wie einer Infektion, mit Stress oder mit bestimmten Medikamenten zusammenhängen. Die Gesamtzahl allein erlaubt keine Zuordnung einer Ursache.
Körperliche Belastung, Stress, Tageszeit, Medikamente, Schwangerschaft und akute Erkrankungen können die Zahl verändern.
Bei Auffälligkeiten wird häufig das Differentialblutbild ergänzt, das die einzelnen Leukozytentypen getrennt betrachtet.
Die Thrombozytenzahl erfasst die Blutplättchen im Blut.
Blutplättchen sind an der Blutgerinnung beteiligt.
Untersucht wird der Wert zur Einschätzung der Gerinnungsfunktion.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit Zellen/µL bzw. ×10⁹/L): etwa 150.000–400.000 pro µL (150–400 ×10⁹/L).
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Eine niedrige Zahl kann unter anderem mit einer verminderten Bildung, einem erhöhten Verbrauch oder einem gesteigerten Abbau von Blutplättchen zusammenhängen. Die Bedeutung hängt vom Kontext und weiteren Befunden ab.
Eine erhöhte Zahl kann unter anderem bei Entzündungen, nach Blutverlust oder bei Veränderungen der Blutbildung auftreten. Auch dieser Wert wird nicht isoliert als Diagnoseinstrument verwendet.
Unter anderem Medikamente, akute Erkrankungen, Entzündungen und die verwendete Messmethode können die Zahl beeinflussen.
Die Thrombozytenzahl wird im Gesamtblutbild zusammen mit den anderen Zellreihen beurteilt.
Das mittlere Erythrozytenvolumen (MCV) beschreibt die durchschnittliche Größe der roten Blutkörperchen.
MCV ist ein Erythrozyten-Index — eine aus anderen Blutbildwerten abgeleitete Kennzahl zur Beschreibung der roten Blutkörperchen.
Untersucht wird der Wert zur Einordnung von Blutarmut über die Größe der roten Blutkörperchen.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit fL): etwa 79–95. Die Bereiche können je nach Labor und Messmethode abweichen.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriges MCV bedeutet kleinere rote Blutkörperchen. Das kann unter anderem mit einem Eisenmangel zusammenhängen. Die Einordnung der Erythrozyten-Indizes ist nur im Verbund mit den übrigen Blutbildwerten sinnvoll.
Ein hohes MCV bedeutet größere rote Blutkörperchen. Das kann unter anderem mit einem Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure zusammenhängen. MCV wird nicht isoliert interpretiert.
Als abgeleiteter Wert wird das MCV vor allem durch die übrigen Blutbildwerte und die verwendete Messmethode beeinflusst.
MCV wird gemeinsam mit MCH, MCHC und der Erythrozytenzahl betrachtet.
Das MCH beschreibt den durchschnittlichen Hämoglobingehalt eines einzelnen roten Blutkörperchens.
MCH ist ebenfalls ein Erythrozyten-Index — eine abgeleitete Kennzahl der roten Blutkörperchen.
Untersucht wird der Wert zur Einordnung, wie viel Hämoglobin je rotem Blutkörperchen enthalten ist.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit pg/Zelle): Frauen etwa 26–33, Männer etwa 27–33.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriges MCH bedeutet einen geringeren Hämoglobingehalt je rotem Blutkörperchen und kann unter anderem im Zusammenhang mit einem Eisenmangel stehen. Die Bewertung erfolgt zusammen mit den anderen Blutbildwerten.
Ein hohes MCH kann unter anderem mit größeren roten Blutkörperchen zusammenhängen. Der Wert wird nicht isoliert interpretiert.
Der Wert wird im Verbund mit den anderen Blutbildwerten beurteilt.
MCH, MCV und MCHC geben zusammen Hinweise auf Größe und Hämoglobingehalt der roten Blutkörperchen.
Das MCHC beschreibt die mittlere Hämoglobinkonzentration innerhalb der roten Blutkörperchen.
Auch MCHC ist ein Erythrozyten-Index — eine abgeleitete Kennzahl der roten Blutkörperchen.
Untersucht wird der Wert als Kennzahl des Hämoglobingehalts im Verhältnis zum Zellvolumen.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit g/dL): etwa 32–36 (entspricht 320–360 g/L).
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriges MCHC kann unter anderem mit einem geringeren Hämoglobingehalt zusammenhängen. Die Beurteilung erfolgt im Zusammenhang mit den übrigen Erythrozytenwerten.
Ein hohes MCHC ist selten und kann unter anderem mit der Messmethode zusammenhängen. Eine isolierte Bewertung ist nicht sinnvoll.
Die Beurteilung erfolgt im Zusammenhang mit den übrigen Erythrozytenwerten.
MCHC gehört neben MCV und MCH zu den drei üblichen Erythrozyten-Indizes.
Die RDW (Verteilungsbreite der Erythrozytengröße) beschreibt, wie stark die roten Blutkörperchen in ihrer Größe voneinander abweichen.
Sie gibt damit Auskunft über die Größenverteilung der roten Blutkörperchen.
Untersucht wird der Wert zur Einordnung, ob die roten Blutkörperchen gleichmäßig oder uneinheitlich groß sind.
Kein allgemein anwendbarer Referenzbereich
Für die RDW ließ sich in den verwendeten Quellen kein belastbarer allgemeiner Zahlenbereich ermitteln. Die Angaben sind stark messmethoden- und laborabhängig und werden unterschiedlich definiert (als Variationskoeffizient oder als Standardabweichung).
Die Einordnung hängt von Population, Alter, Geschlecht, Messmethode, Labor, physiologischem Zustand und klinischem Kontext ab.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Eine niedrige RDW bedeutet eine gleichmäßigere Größenverteilung und besitzt häufig keine eigenständige klinische Bedeutung. Sie wird zusammen mit den übrigen Blutbildwerten betrachtet.
Eine erhöhte RDW bedeutet, dass die roten Blutkörperchen unterschiedlich groß sind. Das kann unter anderem zusammen mit Nährstoffmangelzuständen oder einer uneinheitlichen Blutbildung auftreten. Allein erlaubt der Wert keine Zuordnung einer Ursache.
Die Angaben können je nach Messmethode variieren; die RDW wird daher im Gesamtbild der Blutbildwerte betrachtet.
Die RDW wird zusammen mit MCV und den übrigen Erythrozytenwerten bewertet.
Leukozyten & Differentialblutbild
Das Differentialblutbild betrachtet die weißen Blutkörperchen getrennt nach Zelltypen. Diese Zelltypen haben unterschiedliche Aufgaben im Immunsystem. Die angegebenen Bereiche beziehen sich auf den Anteil an der Gesamtzahl der Leukozyten. Veränderungen einzelner Zelltypen werden immer im klinischen und laborchemischen Kontext betrachtet und erlauben allein keine Diagnose.
Gemessen wird der Anteil der neutrophilen Granulozyten an den Leukozyten im Differentialblutbild.
Neutrophile sind die häufigsten weißen Blutkörperchen und übernehmen eine zentrale Rolle bei der Abwehr von Bakterien.
Untersucht wird der Wert zur Einordnung der zellulären Immunabwehr, häufig zusammen mit der Leukozytenzahl.
Referenzbereich als Anteil an den Leukozyten (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit %): etwa 40–60.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einer verminderten Bildung oder einem erhöhten Verbrauch zusammenhängen. Die Bedeutung hängt vom Gesamtbild der weißen Blutkörperchen ab; der einzelne Wert belegt keine Erkrankung.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer bakteriellen Infektion, einer Entzündung oder körperlichem Stress zusammenhängen. Die Zuordnung einer Ursache ist anhand eines einzelnen Werts nicht möglich.
Unter anderem akute Infektionen, Entzündungen, körperliche Belastung, Stress, Medikamente und Schwangerschaft können den Wert beeinflussen.
Veränderungen werden im Zusammenhang mit weiteren Befunden beurteilt; der einzelne Wert gilt nicht als Diagnoseinstrument.
Gemessen wird der Anteil der Lymphozyten an den Leukozyten im Differentialblutbild.
Lymphozyten gehören zum Immunsystem; sie sind an der gezielten Immunabwehr und an der Bildung von Antikörpern beteiligt.
Untersucht wird der Wert zur Einordnung der spezifischen Immunabwehr und zur Ergänzung der Leukozytenzahl.
Referenzbereich als Anteil an den Leukozyten (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit %): etwa 20–40.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einer verminderten Bildung oder einem erhöhten Verbrauch zusammenhängen. Die Bedeutung ergibt sich aus dem Zusammenhang mit anderen Werten.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit viralen Infektionen oder einer Immunreaktion zusammenhängen. Der einzelne Wert erlaubt keine Zuordnung einer Erkrankung.
Unter anderem Infektionen, Stress, Medikamente und der allgemeine Gesundheitszustand können den Wert beeinflussen.
Wie alle Zellwerte des Differentialblutbilds werden sie im klinischen und laborchemischen Zusammenhang beurteilt.
Gemessen wird der Anteil der Monozyten an den Leukozyten im Differentialblutbild.
Monozyten sind Fresszellen; sie beseitigen unter anderem Zellreste und Krankheitserreger.
Untersucht wird der Wert als Bestandteil der zellulären Immunabwehr.
Referenzbereich als Anteil an den Leukozyten (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit %): etwa 2–8.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert besitzt häufig keine eigenständige klinische Bedeutung. Kann er verändert sein, hängt dies unter anderem mit einer verminderten Bildung zusammen und wird im Gesamtbild beurteilt.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem bei bestimmten Infektionen oder Entzündungen auftreten. Der einzelne Wert belegt keine Erkrankung.
Infektionen, Entzündungen und allgemeine Erkrankungen können den Wert beeinflussen.
Einzelne Zellwerte werden nicht isoliert, sondern gemeinsam mit dem übrigen Blutbild betrachtet.
Gemessen wird der Anteil der eosinophilen Granulozyten an den Leukozyten.
Eosinophile sind an der Abwehr bestimmter Parasiten und an allergischen Reaktionen beteiligt.
Untersucht wird der Wert unter anderem bei Verdacht auf allergische Reaktionen.
Referenzbereich als Anteil an den Leukozyten (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit %): etwa 1–4.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert besitzt in der Regel keine eigenständige klinische Bedeutung und wird nur im Gesamtbild beurteilt.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit allergischen Reaktionen oder bestimmten parasitären Infektionen zusammenhängen. Der einzelne Wert erlaubt keine Diagnose.
Allergische Reaktionen, Infektionen und Medikamente können den Wert beeinflussen.
Veränderungen werden im Gesamtkontext der Befunde beurteilt.
Gemessen wird der Anteil der basophilen Granulozyten an den Leukozyten.
Basophile sind die seltensten weißen Blutkörperchen und setzen unter anderem bei allergischen Reaktionen Botenstoffe frei.
Untersucht wird der Wert als Bestandteil des Differentialblutbilds.
Referenzbereich als Anteil an den Leukozyten (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit %): etwa 0,5–1.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert besitzt meist keine eigenständige klinische Bedeutung und wird nur im Zusammenhang beurteilt.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem im Rahmen allergischer Reaktionen oder seltener weiterer Zustände auftreten. Der einzelne Wert belegt keine Erkrankung.
Allergische Reaktionen und seltene weitere Zustände können den Wert beeinflussen.
Auch dieser Wert wird nur im Zusammenhang mit weiteren Labor- und klinischen Befunden eingeordnet.
Eisenstatus
Eisen ist ein Bestandteil des Hämoglobins und an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Weil mehrere Faktoren den Eisenhaushalt beeinflussen, werden die Eisenparameter meist als zusammengehöriges System beurteilt. Einzelne Werte werden nicht isoliert interpretiert.
Ferritin ist ein Speicherprotein für Eisen; gemessen wird seine Konzentration im Blut.
Ferritin dient als Marker für die gespeicherten Eisenreserven des Körpers.
Untersucht wird der Wert zur Einschätzung der Eisenspeicher, häufig zusammen mit den übrigen Eisenparametern.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit ng/mL): Männer etwa 30–400, Frauen etwa 13–150. Die Bereiche unterscheiden sich nach Geschlecht und Labor.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit leeren Eisenspeichern zusammenhängen. Ferritin ist ein Speichermarker und sollte nicht isoliert, sondern zusammen mit den übrigen Eisenparametern und dem Blutbild beurteilt werden.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit Entzündungen, einer Eisenspeicherung oder weiteren Prozessen zusammenhängen. Er ist nicht gleichbedeutend mit einem Eisenüberschuss.
Entzündungen, akute Erkrankungen, Alter, Geschlecht und die Messmethode können den Wert beeinflussen.
Beurteilt wird der Wert zusammen mit den übrigen Eisenparametern und dem Blutbild.
Gemessen wird die im Blut gebundene Eisenmenge.
Eisen wird für den Aufbau des Hämoglobins und für viele Stoffwechselprozesse benötigt.
Untersucht wird der Wert im Rahmen der Eisenabklärung, meist zusammen mit Transferrin und Ferritin.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit µg/dL): Männer etwa 59–158, Frauen etwa 37–145. Der Wert schwankt im Tagesverlauf.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einem erhöhten Eisenverbrauch oder verminderten Speichern zusammenhängen. Serum-Eisen ist starken Schwankungen unterworfen und wird daher nicht isoliert beurteilt.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer gesteigerten Eisenaufnahme oder einer Freisetzung aus Speichern zusammenhängen. Die Bedeutung ergibt sich erst aus dem Verbund der Eisenparameter.
Tageszeit, Nahrungsaufnahme, Entzündungen und akute Erkrankungen können den Wert beeinflussen.
Serum-Eisen wird zusammen mit Ferritin, Transferrin und der Transferrinsättigung beurteilt.
Transferrin ist das Transportprotein für Eisen im Blut; gemessen wird seine Konzentration.
Es transportiert Eisen im Blut zwischen Aufnahme, Speicherung und Verbrauch.
Untersucht wird der Wert zur Einschätzung der Eisenbindungskapazität und als Bestandteil des Eisenstatus.
Kein allgemein anwendbarer Referenzbereich
Für Transferrin ließ sich in den verwendeten Quellen kein allgemein anwendbarer Zahlenbereich ermitteln. Die Angaben hängen unter anderem von Ernährung, Entzündungen, der Leberfunktion und der Messmethode ab. Häufig wird stattdessen die Eisenbindungskapazität (TIBC) bestimmt.
Die Einordnung hängt von Population, Alter, Geschlecht, Messmethode, Labor, physiologischem Zustand und klinischem Kontext ab.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit Entzündungen oder einer veränderten Eiweißbildung zusammenhängen und ist nicht gleichbedeutend mit einem Eisenmangel.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einem Eisenmangel zusammenhängen, weil der Körper mehr Transportkapazität bereitstellt. Der Wert wird zusammen mit den übrigen Eisenparametern beurteilt.
Entzündungen, Ernährung, Leberfunktion und Messmethode können den Wert beeinflussen.
Der Wert wird zusammen mit Serum-Eisen und der Transferrinsättigung betrachtet.
Die Transferrinsättigung beschreibt, welcher Anteil der Eisenbindungsplätze am Transferrin mit Eisen belegt ist.
Sie verknüpft Serum-Eisen und Transferrin rechnerisch miteinander.
Untersucht wird der Wert als zusammenfassende Kennzahl des Eisenstatus.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit %): Männer etwa 20–50, Frauen etwa 15–45.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Eine niedrige Sättigung kann unter anderem mit einer geringen Eisenverfügbarkeit zusammenhängen. Sie wird nicht isoliert, sondern zusammen mit Ferritin und den übrigen Eisenparametern beurteilt.
Eine hohe Sättigung kann unter anderem mit einer erhöhten Eisenaufnahme oder einer gesteigerten Freisetzung zusammenhängen. Auch hier ist das Gesamtbild entscheidend.
Da der Wert aus Serum-Eisen und Transferrin berechnet wird, beeinflussen alle Faktoren dieser beiden Werte auch die Sättigung.
Sie wird zusammen mit den anderen Eisenparametern beurteilt.
Die totale Eisenbindungskapazität (TIBC) beschreibt die Gesamtkapazität des Blutes, Eisen zu binden.
Sie steht in Beziehung zur Transferrinkonzentration.
Untersucht wird der Wert zur Einschätzung der Eisenbindung und als Bestandteil des Eisenstatus.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit µg/dL): Männer etwa 171–505, Frauen etwa 149–492.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit Entzündungen oder einer veränderten Eiweißbildung zusammenhängen.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einem Eisenmangel zusammenhängen, weil mehr Bindungsplätze verfügbar sind. Die Einordnung erfolgt zusammen mit den übrigen Eisenparametern.
Entzündungen, Ernährung und Messmethode können den Wert beeinflussen.
Beurteilt wird sie zusammen mit Serum-Eisen und Ferritin.
Nierenfunktion
Kreatinin, eGFR und Harnstoff geben gemeinsam Hinweise auf die Nierenfunktion. Keiner dieser Werte erlaubt für sich allein eine Diagnose, und keiner ist ein allgemein anerkannter Idealwert.
Kreatinin ist ein Abbauprodukt des Muskelstoffwechsels; gemessen wird seine Konzentration im Blut.
Kreatinin wird überwiegend über die Nieren ausgeschieden und dient deshalb als orientierender Parameter der Nierenfunktion.
Untersucht wird der Wert unter anderem zur Einschätzung der Nierenfunktion und zur Berechnung der eGFR.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit mg/dL): Männer etwa 0,7–1,3, Frauen etwa 0,5–0,95. Der Wert hängt unter anderem von der Muskelmasse ab und ist dadurch zwischen Personen unterschiedlich.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einer geringeren Muskelmasse zusammenhängen und ist nicht zwangsläufig Ausdruck einer Erkrankung.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer verminderten Nierenfunktion zusammenhängen. Er kann aber auch durch eine hohe Muskelmasse, bestimmte Nahrungsergänzungsmittel oder einen veränderten Flüssigkeitshaushalt mitbedingt sein.
Insbesondere Muskelmasse, Alter, Geschlecht und Hydratation sowie die Messmethode können den Wert beeinflussen.
Beurteilt wird der Wert zusammen mit der eGFR und dem Harnstoff.
Die eGFR (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate) beschreibt die Filtrationsleistung der Nieren als Schätzwert.
Sie ist eine berechnete Schätzung der Nierenfiltration und keine direkte Messung der Nierenleistung.
Untersucht wird der Wert zur orientierenden Einschätzung der Nierenfunktion, meist als Teil eines Nierenfunktionsbefunds.
Kein allgemein anwendbarer Referenzbereich
Für die eGFR lässt sich kein allgemeiner Referenzbereich angeben, weil der Schätzwert aus Kreatinin (oder Cystatin C) zusammen mit Alter, Geschlecht und weiteren Angaben berechnet wird. Die Bewertung erfolgt daher in Einordnungsstufen und nur im klinischen Kontext, nicht über eine einzelne universelle Zahl.
Die Einordnung hängt von Population, Alter, Geschlecht, Messmethode, Labor, physiologischem Zustand und klinischem Kontext ab.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Die eGFR ist eine berechnete Schätzung und keine direkte Messung. Zur Einordnung dienen festgelegte Grenzwerte der Nierenfunktion, die nur im medizinischen Kontext und zusammen mit weiteren Befunden (z. B. Albumin im Urin) angewendet werden. Solche klinischen Entscheidungsgrenzen sind keine allgemeinen Ziel- oder Idealwerte für Einzelpersonen.
Ein niedriger Schätzwert kann unter anderem mit einer verminderten Nierenfiltrationsleistung zusammenhängen. Er ist aber auch von Muskelmasse und Alter abhängig und daher nicht mit einer direkten Messung gleichzusetzen.
Ein hoher Schätzwert liegt häufig im Bereich der erwarteten Filterleistung; eine über dem Erwarteten liegende Schätzung kann unter anderem durch eine geringe Muskelmasse mitbedingt sein.
Die Schätzung beruht auf Kreatinin und weiteren Angaben wie Alter und Geschlecht; die tatsächliche Nierenleistung lässt sich damit nur näherungsweise abbilden.
Die eGFR wird gemeinsam mit Kreatinin und weiteren Laborwerten eingeordnet.
Harnstoff (BUN, Blood Urea Nitrogen) ist ein Abbauprodukt des Eiweißstoffwechsels; gemessen wird seine Konzentration im Blut.
Harnstoff wird über die Nieren ausgeschieden und ergänzt die Beurteilung der Nierenfunktion.
Untersucht wird der Wert zur ergänzenden Einschätzung der Nierenfunktion und des Eiweißstoffwechsels.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit mg/dL): etwa 6–20.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einer geringen Eiweißzufuhr, einer vermehrten Ausscheidung oder einer veränderten Leberfunktion zusammenhängen. Er besitzt häufig keine eigenständige klinische Bedeutung.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer verminderten Nierenfunktion, aber auch mit einer hohen Eiweißzufuhr oder Flüssigkeitsmangel zusammenhängen.
Eiweißzufuhr, Flüssigkeitshaushalt und weitere Faktoren können den Wert beeinflussen.
Betrachtet wird der Wert zusammen mit Kreatinin und der eGFR.
Leberwerte
Leberwerte sind überwiegend Enzyme und Stoffwechselparameter, die unterschiedliche Informationen über die Leber liefern. Da einzelne Werte verschiedene Aspekte abbilden, wird meist die Kombination mehrerer Werte betrachtet. Ein einzelner erhöhter Leberwert bedeutet nicht automatisch einen Leberschaden.
Die Alanin-Aminotransferase (ALT, auch GPT) ist ein Enzym, das überwiegend in der Leber vorkommt.
Sie wird im Blut gemessen; bei einer Schädigung von Leberzellen kann die Enzymkonzentration verändert sein.
Untersucht wird der Wert als Bestandteil der Leberdiagnostik, meist zusammen mit weiteren Leberwerten.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit U/L): etwa 4–36. Die Bereiche können je nach Labor, Messmethode und Geschlecht abweichen.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert besitzt in der Regel keine eigenständige klinische Bedeutung; auch der Bezug zu anderen Leberwerten bleibt entscheidend.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer Belastung oder Schädigung von Leberzellen zusammenhängen, aber auch mit anderen Einflüssen wie körperlicher Belastung oder Medikamenten. Ein einzelner erhöhter Wert ist nicht gleichbedeutend mit einem Leberschaden.
Unter anderem Medikamente, körperliche Belastung, Ernährung, Alkohol und akute Erkrankungen können den Wert beeinflussen.
Wird zusammen mit den anderen Leberwerten und dem klinischen Bild beurteilt.
Die Aspartat-Aminotransferase (AST, auch GOT) ist ein Enzym, das in der Leber, aber auch in anderen Geweben wie der Muskulatur vorkommt.
Weil es auch außerhalb der Leber vorkommt, liefert es allein keine leberspezifische Information.
Untersucht wird der Wert als Bestandteil der Leberdiagnostik, häufig im Verhältnis zur ALT.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit U/L): etwa 8–33. Die Bereiche können je nach Labor, Messmethode und Geschlecht abweichen.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert besitzt in der Regel keine eigenständige klinische Bedeutung.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer Belastung von Leberzellen zusammenhängen, aber auch mit der Muskulatur, da das Enzym dort ebenfalls vorkommt. Deshalb wird AST nie isoliert, sondern im Muster mit ALT und weiteren Werten beurteilt.
Körperliche Belastung, Medikamente, Alkohol und akute Erkrankungen können den Wert beeinflussen.
Wird im Verhältnis zu ALT und den übrigen Werten betrachtet.
Die Gamma-Glutamyl-Transferase (GGT) ist ein Enzym, das unter anderem in der Leber und in den Gallenwegen vorkommt.
Veränderungen können im Zusammenhang mit Leber und Gallenwegen auftreten.
Untersucht wird der Wert als Bestandteil der Leberdiagnostik, häufig zusammen mit den übrigen Leberwerten.
Referenzbereich (Erwachsene; MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit U/L): etwa 5–40. Die Bereiche können je nach Labor und Messmethode abweichen.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert besitzt in der Regel keine eigenständige klinische Bedeutung.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit Leber- oder Gallenwegsveränderungen zusammenhängen, aber auch durch Medikamente, Alkohol oder weitere Faktoren mitbedingt sein. Ein einzelner Wert belegt keinen Leberschaden.
Unter anderem Medikamente, Alkohol, Ernährung und akute Erkrankungen können den Wert beeinflussen.
Wird zusammen mit den übrigen Leberwerten beurteilt.
Die alkalische Phosphatase (AP, auch ALP) ist ein Enzym, das unter anderem in Leber, Knochen und Gallenwegen vorkommt.
Da das Enzym in mehreren Geweben vorkommt, können Veränderungen verschiedene Ursachen haben.
Untersucht wird der Wert als Bestandteil der Leber- und Knochendiagnostik.
Referenzbereich (Erwachsene; MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit U/L): etwa 40–129. Bei Heranwachsenden in Wachstumsphasen und in der Schwangerschaft sind höhere Werte normal; die Bereiche können nach Alter und Geschlecht abweichen.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert besitzt in der Regel keine eigenständige klinische Bedeutung.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit Leber- oder Gallenwegsveränderungen zusammenhängen, aber auch mit dem Knochenstoffwechsel oder dem Wachstum. Deshalb ist die Einordnung nur im Zusammenhang möglich.
Alter, Wachstum, Schwangerschaft, Medikamente und die Messmethode können den Wert beeinflussen.
Wird nur im Zusammenhang mit anderen Werten und dem klinischen Bild eingeordnet.
Bilirubin ist ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin.
Es wird von der Leber aufgenommen, weiter verarbeitet und über die Galle ausgeschieden.
Untersucht wird der Wert zur Beurteilung des Gallenfarbstoffs und als Bestandteil der Leberdiagnostik.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit mg/dL): Gesamtbilirubin etwa 0,1–1,2; direktes (konjugiertes) Bilirubin unter etwa 0,3. Bei Neugeborenen gelten andere Bereiche.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert besitzt in der Regel keine eigenständige klinische Bedeutung.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einem verstärkten Abbau roter Blutkörperchen oder mit der Leber- und Gallenfunktion zusammenhängen. Die Bedeutung ergibt sich erst aus dem Zusammenhang mit weiteren Leberwerten.
Nahrungsaufnahme, körperliche Belastung und die Leberfunktion können den Wert beeinflussen.
Beurteilt wird der Wert zusammen mit den Leberenzymen und weiteren Parametern.
Albumin ist ein Eiweiß, das von der Leber gebildet wird; gemessen wird seine Konzentration im Blut.
Es bindet im Blut verschiedene Stoffe und trägt zur Aufrechterhaltung des Flüssigkeitsgleichgewichts bei.
Untersucht wird der Wert unter anderem als Bestandteil der Leber- und Eiweißdiagnostik.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit g/dL): etwa 3,4–5,4 (entspricht 34–54 g/L).
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einer verminderten Eiweißbildung, einer veränderten Verteilung oder einem Eiweißverlust zusammenhängen. Er ist nicht gleichbedeutend mit einer Lebererkrankung.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit Flüssigkeitsmangel zusammenhängen.
Auch Ernährung und Flüssigkeitshaushalt können den Wert beeinflussen.
Wird gemeinsam mit den übrigen Leberwerten beurteilt.
Stoffwechsel
Glukose und HbA1c spiegeln unterschiedliche Zeiträume der Glukoseregulation wider. Insulin wird im Kontext dieser Regulation betrachtet. Für keinen dieser Werte existiert ein universeller Idealwert für alle Menschen.
Die Glukose ist der Blutzucker; gemessen wird seine Konzentration im Blut.
Glukose ist ein wichtiger Energieträger für die Zellen des Körpers.
Untersucht wird der Wert zur Einschätzung der kurzfristigen Glukoseregulation, häufig nüchtern.
Referenzbereich und diagnostische Einordnung (Erwachsene; MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine sowie NIDDK/NIH; Einheit mg/dL Plasma), bezogen auf die Bedingungen der Abnahme: nüchtern etwa 70–99 normal; nicht nüchtern meist 125 oder darunter. In der Nüchternmessung gelten etwa 100–125 als Prädiabetes- und 126 oder darüber als Diabetes-Bereich. Diese Kategorien lassen sich nicht auf nicht nüchterne Werte übertragen.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit längerem Nahrungsverzicht, körperlicher Belastung oder Medikamenten zusammenhängen. Die Bedeutung hängt von den Umständen der Messung ab.
Ein erhöhter Nüchternwert kann unter anderem mit einer gestörten Glukoseregulation zusammenhängen. Ob eine Einordnung als Diabetes relevant ist, wird über wiederholte Messungen und weitere Tests geklärt; ein einzelner Wert belegt keine Erkrankung.
Nahrungsaufnahme (nüchtern vs. nicht nüchtern), Tageszeit, körperliche Belastung, Stress und Medikamente können den Wert beeinflussen.
Beurteilt wird der Wert zusammen mit HbA1c und weiteren Parametern sowie unter Berücksichtigung der Abnahmebedingungen.
HbA1c (glykiertes Hämoglobin) beschreibt den Anteil des Hämoglobins, der mit Glukose reagiert hat.
Er bildet die Glukosebelastung über die vorangegangenen Wochen ab und damit einen längeren Zeitraum als eine einzelne Glukosemessung.
Untersucht wird der Wert zur Einschätzung der längerfristigen Glukoseregulation.
Referenzbereich und diagnostische Entscheidungsgrenzen (Erwachsene ohne Schwangerschaft; NIDDK/NIH in Anlehnung an die American Diabetes Association; Einheit Prozent des Gesamthämoglobins): unter 5,7 normal, 5,7–6,4 Prädiabetes-Bereich, 6,5 oder darüber Diabetes-Bereich. Der Referenzbereich eines Labors kann davon abweichen.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert liegt meist im Bereich einer guten längerfristigen Glukoseregulation. Besitzt er keine eigenständige klinische Bedeutung, wird er nur im Kontext der übrigen Werte betrachtet.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer längerfristig erhöhten Glukosebelastung zusammenhängen. Der HbA1c ist nicht bei allen Personen gleich zuverlässig, etwa bei bestimmten Anämien, Blutbildungsstörungen, Nierenerkrankungen oder in der Schwangerschaft.
Die Aussagekraft kann durch Blutbildungsstörungen, bestimmte Anämien, Nierenerkrankungen, Schwangerschaft und die Messmethode eingeschränkt sein.
Wird zusammen mit der Glukose und weiteren Werten beurteilt.
Insulin ist ein Hormon der Bauchspeicheldrüse; gemessen wird seine Konzentration im Blut.
Es reguliert die Aufnahme und Verwertung von Glukose.
Untersucht wird der Wert im Kontext der Glukoseregulation und weiterer Stoffwechselwerte.
Kein allgemein anwendbarer Referenzbereich
Für Insulin ließ sich in den verwendeten Quellen kein belastbarer allgemeiner Referenzbereich ermitteln. Die Werte hängen stark von der Messmethode, dem Nüchternstatus und dem individuellen Kontext ab.
Die Einordnung hängt von Population, Alter, Geschlecht, Messmethode, Labor, physiologischem Zustand und klinischem Kontext ab.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einer verminderten Insulinbildung zusammenhängen. Die Bedeutung lässt sich nur zusammen mit der Glukose und weiteren Stoffwechselwerten einordnen.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer verminderten Wirkung des Insulins (Insulinresistenz) zusammenhängen. Ein einzelner Wert belegt keine Erkrankung.
Nüchternstatus, Nahrungsaufnahme, körperliche Belastung, Medikamente und die Messmethode können den Wert beeinflussen.
Betrachtet wird der Wert im Kontext der Glukoseregulation und weiterer Stoffwechselwerte.
Blutfette
Lipide werden im Blut an Lipoproteine gebunden transportiert. Die einzelnen Blutfettwerte bilden unterschiedliche Aspekte dieses Transports ab und werden deshalb gemeinsam beurteilt. Zielwerte hängen insbesondere vom individuellen kardiovaskulären Risiko und der jeweiligen medizinischen Fragestellung ab.
Das Gesamtcholesterin ist die Summe der Cholesterinanteile im Blut.
Cholesterin ist ein Baustein von Zellmembranen und Ausgangsstoff für bestimmte Hormone.
Untersucht wird der Wert als Bestandteil der Blutfettdiagnostik, häufig zusammen mit LDL und HDL.
Referenz-/Orientierungsbereich für gesunde Erwachsene (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit mg/dL): Gesamtcholesterin unter 200; für Jugendliche bis 19 Jahre unter 170. Gilt für die genannten Populationen und ist kein universeller Idealwert.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert besitzt häufig keine eigenständige klinische Bedeutung; er wird im Gesamtbild der Blutfettwerte betrachtet.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einem veränderten Fettstoffwechsel zusammenhängen. Ob und welche Zielwerte relevant sind, hängt vom individuellen kardiovaskulären Risiko und der medizinischen Fragestellung ab.
Ernährung, Nüchternstatus, körperliche Aktivität, genetische Faktoren und Medikamente können den Wert beeinflussen.
Betrachtet wird der Wert zusammen mit LDL- und HDL-Cholesterin, die unterschiedliche Informationen liefern.
LDL (Low-Density-Lipoprotein) ist ein Lipoprotein, das Cholesterin im Blut transportiert.
Es transportiert Cholesterin zu den Zellen des Körpers.
Untersucht wird der Wert als Bestandteil der Blutfettdiagnostik im Rahmen der kardiovaskulären Risikoeinschätzung.
Referenz-/Orientierungsbereich für gesunde Erwachsene (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit mg/dL): LDL-Cholesterin unter 100; für Jugendliche bis 19 Jahre unter 110.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Medizinischer Zielwert für bestimmte Risikogruppen: Bei Personen mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko, etwa bei bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Diabetes, können ärztlich festgelegte Zielwerte niedriger liegen. Zielwerte hängen vom individuellen kardiovaskulären Risiko ab und sind keine universellen Idealwerte.
Ein niedriger Wert ist nicht automatisch mit nachteiligen Folgen verbunden; die Bewertung erfolgt im Gesamtbild.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko zusammenhängen. Eine pauschale Aussage „je niedriger, desto besser“ trifft nicht zu: Zielwerte hängen insbesondere vom individuellen Risiko und der jeweiligen Fragestellung ab und werden ärztlich festgelegt.
Ernährung, genetische Faktoren, körperliche Aktivität, Nüchternstatus und Medikamente können den Wert beeinflussen.
LDL wird nicht isoliert, sondern im Gesamtbild der Blutfettwerte und im Rahmen der Risikoeinschätzung beurteilt.
HDL (High-Density-Lipoprotein) ist ein Lipoprotein, das Cholesterin transportiert.
Es transportiert Cholesterin mit anderer Transportrichtung als LDL — von den Geweben zur Leber.
Untersucht wird der Wert als Bestandteil der Blutfettdiagnostik.
Referenz-/Orientierungsbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit mg/dL): ab 60 gelten als günstig; unter 40 bei Männern bzw. unter 50 bei Frauen als niedrig; für Jugendliche bis 19 Jahre über 45. Gilt für die genannten Populationen.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einem veränderten Fettstoffwechsel zusammenhängen und wird im Gesamtbild der Blutfettwerte betrachtet.
Ein hoher Wert wird in der Regel als günstig eingeordnet; auch hier erfolgt die Bewertung im Zusammenhang mit den übrigen Blutfettwerten.
Körperliche Aktivität, Ernährung, genetische Faktoren und Medikamente können den Wert beeinflussen.
HDL und LDL erfüllen unterschiedliche Transportfunktionen und lassen sich nicht auf eine einfache Bewertung reduzieren; sie werden gemeinsam betrachtet.
Triglyceride sind eine Form von Fetten im Blut.
Sie dienen dem Transport und der Speicherung von Energie.
Untersucht werden sie als Bestandteil der Blutfettdiagnostik, häufig nüchtern.
Referenz-/Orientierungsbereich für Erwachsene (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit mg/dL): unter 150 günstig, 150–199 grenzwertig erhöht, 200–499 hoch und 500 oder darüber sehr hoch. Für Kinder und Jugendliche gelten andere Angaben.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert besitzt häufig keine eigenständige klinische Bedeutung.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit Ernährung, Alkohol, Stoffwechselveränderungen oder Medikamenten zusammenhängen. Der einzelne Wert wird im Gesamtbild der Blutfettwerte beurteilt.
Sie werden unter anderem von der Nahrungsaufnahme (nüchtern vs. nicht nüchtern), Alkohol und körperlicher Aktivität beeinflusst.
Beurteilt werden sie zusammen mit den Cholesterinwerten.
Entzündungsmarker
CRP ist ein Eiweiß, dessen Konzentration bei Entzündungsprozessen ansteigt. Es zeigt einen Prozess an, benennt aber keine Ursache. Ein erhöhter Wert identifiziert nicht automatisch die Ursache und ist kein etablierter Idealwert.
Das C-reaktive Protein (CRP) ist ein Eiweiß; gemessen wird seine Konzentration im Blut.
CRP zeigt an, dass im Körper ein Entzündungsprozess abläuft — es identifiziert aber nicht dessen Ursache.
Untersucht wird der Wert unter anderem zur Einschätzung, ob ein Entzündungsprozess vorliegt.
Referenzbereich bzw. Einordnung (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit mg/dL): Bei den meisten gesunden Erwachsenen liegen die Werte unter etwa 0,3. Werte von 0,3–1 gelten als leichte, 1–10 als mäßige und über 10 als deutliche Erhöhung. Die Werte können mit Alter, Geschlecht und Population leicht variieren.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert spricht für das Fehlen eines ausgeprägten Entzündungsprozesses, schließt eine Erkrankung aber nicht grundsätzlich aus.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit Infektionen, Entzündungen, Verletzungen oder weiteren Prozessen zusammenhängen. Er identifiziert nicht automatisch die Ursache und erlaubt allein keine Diagnose.
Akute Infektionen, Entzündungen, körperliche Belastung und die Messmethode können den Wert beeinflussen.
Ein veränderter Wert wird immer im Zusammenhang mit weiteren Befunden betrachtet und erlaubt allein keine Diagnose.
hs-CRP (hochsensitives CRP) ist eine empfindlichere Messung des C-reaktiven Proteins.
Durch die höhere Empfindlichkeit lassen sich auch niedrigere Konzentrationen erfassen; eingesetzt wird es für andere Fragestellungen als das Standard-CRP.
Untersucht wird der Wert für Fragestellungen, bei denen niedrige CRP-Konzentrationen empfindlich erfasst werden sollen.
Kein allgemein anwendbarer Referenzbereich
Für hs-CRP ließ sich in den verwendeten Quellen kein allgemein anwendbarer Zahlenbereich als Referenz ermitteln. Die Bewertung erfolgt über festgelegte klinische Risikokategorien, die nur für bestimmte Fragestellungen gelten und keine allgemeinen Idealwerte sind.
Die Einordnung hängt von Population, Alter, Geschlecht, Messmethode, Labor, physiologischem Zustand und klinischem Kontext ab.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert spricht für eine geringe Entzündungsaktivität, schließt eine Erkrankung aber nicht grundsätzlich aus.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer Entzündungsaktivität zusammenhängen. Wie CRP ist hs-CRP ein unspezifischer Marker und nicht mit einer Ursache gleichzusetzen; es wird kein künstlicher Idealwert festgelegt.
Akute Infektionen, Entzündungen, körperliche Belastung und die Messmethode können den Wert beeinflussen.
Wie CRP ist es ein unspezifischer Marker und nicht mit einer Ursache gleichzusetzen.
Elektrolyte
Elektrolyte sind geladene Teilchen, die an vielen Körperfunktionen beteiligt sind. Sie werden häufig gemeinsam in einem Elektrolytprofil betrachtet. Die jeweils gültige Messgröße und der Referenzbereich des Labors sind zu beachten.
Natrium ist ein Elektrolyt; gemessen wird seine Konzentration im Blut.
Natrium ist wesentlich für den Flüssigkeitshaushalt sowie für die Nerven- und Muskelfunktion.
Untersucht wird der Wert als Bestandteil des Elektrolytprofils zur Einschätzung des Flüssigkeits- und Salzgleichgewichts.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit mEq/L): etwa 135–145.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einer veränderten Flüssigkeits- und Salzbalance zusammenhängen, etwa bei vermehrter Wassereinlagerung oder Salzverlust. Die Bedeutung hängt vom klinischen Kontext ab.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einem Flüssigkeitsmangel oder einer veränderten Salzbalance zusammenhängen. Der einzelne Wert ist nicht mit einer Ursache gleichzusetzen.
Trinkmenge, Ernährung, Flüssigkeitsverluste, Medikamente und die Nierenfunktion können den Wert beeinflussen.
Natrium wird im Elektrolytprofil zusammen mit den übrigen Elektrolyten beurteilt.
Kalium ist ein Elektrolyt, das überwiegend innerhalb der Zellen vorkommt; gemessen wird seine Konzentration im Blut.
Kalium ist an der Nervenleitung und an der Muskelkontraktion beteiligt.
Untersucht wird der Wert als Bestandteil des Elektrolytprofils, insbesondere zur Einschätzung der Nerven- und Muskelfunktion.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit mEq/L): etwa 3,7–5,2 (entspricht 3,70–5,20 mmol/L).
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einer vermehrten Ausscheidung oder einer veränderten Verteilung zusammenhängen. Kalium ist für die Herz- und Muskelfunktion bedeutsam; die Beurteilung erfolgt im klinischen Kontext.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer vermehrten Aufnahme, einer verminderten Ausscheidung oder einer veränderten Verteilung zusammenhängen. Auch erhöhte Werte erfordern eine kontextabhängige Beurteilung.
Medikamente, Nierenfunktion, Ernährung und akute Erkrankungen können den Wert beeinflussen.
Kalium wird im Elektrolytprofil zusammen mit den übrigen Elektrolyten beurteilt.
Gemessen wird in der Regel die Konzentration des Gesamtcalciums im Blut; ein Teil davon ist an Eiweiß gebunden. Daneben gibt es eine eigene Messung des freien (ionisierten) Calciums.
Calcium ist unter anderem für Knochen, Muskel- und Nervenfunktion sowie für die Blutgerinnung von Bedeutung.
Untersucht wird der Wert als Bestandteil des Elektrolyt- und Knochenstoffwechsels.
Referenzbereich für Gesamtcalcium (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit mg/dL): etwa 8,8–10,3 (entspricht etwa 2,20–2,58 mmol/L). Da etwa die Hälfte des Blutcalciums an Eiweiß gebunden ist, hat das freie (ionisierte) Calcium einen eigenen, nicht identischen Bereich.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einer veränderten Regulation des Calciumhaushalts oder einer veränderten Eiweißbindung zusammenhängen. Die Beurteilung erfolgt im Kontext weiterer Werte.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer veränderten Regulation des Calciumhaushalts zusammenhängen. Der einzelne Wert erlaubt keine Diagnose.
Eiweißbindung, Vitamin-D-Stoffwechsel, Nierenfunktion, Ernährung und Medikamente können den Wert beeinflussen.
Calcium wird zusammen mit den übrigen Elektrolyten und weiteren Werten beurteilt.
Magnesium ist ein Mineralstoff, dessen Konzentration im Blut gemessen wird.
Magnesium ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen sowie an Nerven- und Muskelfunktionen beteiligt.
Untersucht wird der Wert als Bestandteil des Elektrolytprofils, insbesondere bei Fragen zu Nerven- und Muskelfunktion.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit mg/dL): etwa 1,7–2,2 (entspricht 0,70–0,91 mmol/L).
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einer vermehrten Ausscheidung oder einer veränderten Aufnahme zusammenhängen. Die Beurteilung erfolgt im Kontext weiterer Elektrolyte.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer vermehrten Zufuhr oder einer verminderten Ausscheidung zusammenhängen. Die Bedeutung ergibt sich aus dem klinischen Kontext.
Ernährung, Nierenfunktion, Medikamente und akute Erkrankungen können den Wert beeinflussen.
Magnesium wird zusammen mit den übrigen Elektrolyten beurteilt.
Hormone
Hormone sind Botenstoffe, die den Körper über das Blut erreichen. Ihre Konzentrationen lassen sich nur im Kontext von Geschlecht, Alter, Tageszeit, Messmethode und weiteren Hormonen sinnvoll einordnen. Die angegebenen Bereiche gelten jeweils für die genannte Population.
Testosteron ist ein Sexualhormon; gemessen wird in der Regel die Konzentration des Gesamttestosterons im Blut.
Testosteron ist unter anderem an der Entwicklung und Funktion der männlichen Geschlechtsmerkmale sowie am Muskel- und Knochenstoffwechsel beteiligt.
Untersucht wird der Wert zur Einschätzung der Testosteronregulation, meist zusammen mit weiteren Hormonen.
Referenzbereich für Gesamttestosteron (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit ng/dL): Männer 17–50 Jahre etwa 249–836, Männer über 50 Jahre etwa 193–740, Frauen 17–50 Jahre etwa 8,4–48,1, Frauen über 50 Jahre etwa 2,9–40,1. Die Entnahme erfolgt am besten morgens.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Harmonisierte Referenzdaten (Travison et al., J Clin Endocrinol Metab 2017; PMID 28324103; Einheit ng/dL) für gesunde, nicht adipöse Männer von 19–39 Jahren in Europa und den USA: 264–916, Median etwa 531; das entspricht ungefähr 9,2–31,8 nmol/L, Median 18,4. Diese Werte gelten ausschließlich für diese definierte Population und sind kein universeller Idealwert für alle Männer.
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einer veränderten Regulation der Hormonachse zusammenhängen. Ein einzelner Wert beweist keinen Hormonmangel; die Einordnung erfolgt über wiederholte Messungen, Tageszeit und weitere Hormone.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer veränderten Regulation oder äußeren Einflüssen zusammenhängen. Die Beurteilung erfordert den hormonalen und klinischen Kontext.
Alter, Geschlecht, Tageszeit, körperliche Belastung, Ernährungszustand, Erkrankungen, Medikamente und die Messmethode können den Wert beeinflussen.
Testosteron ist kein isolierter Marker: Die Konzentration schwankt im Tagesverlauf und wird im Zusammenhang mit weiteren Hormonen und individuellen Faktoren beurteilt.
SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin) ist ein Eiweiß; gemessen wird seine Konzentration im Blut.
SHBG ist ein Bindungsprotein, das Sexualhormone im Blut bindet und damit deren freien Anteil beeinflusst.
Untersucht wird der Wert zur Einordnung des freien Anteils der Sexualhormone.
Kein allgemein anwendbarer Referenzbereich
Für SHBG ließ sich in den verwendeten Quellen kein allgemein anwendbarer Zahlenbereich ermitteln. Die Werte hängen stark von Geschlecht, Alter, Leberfunktion, Ernährung, Schilddrüsenhormonen und der Messmethode ab.
Die Einordnung hängt von Population, Alter, Geschlecht, Messmethode, Labor, physiologischem Zustand und klinischem Kontext ab.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einer veränderten Eiweißbindung der Hormone zusammenhängen und beeinflusst den freien Hormonanteil.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer veränderten Eiweißbindung zusammenhängen und verschiebt das Verhältnis von gebundenem zu freiem Hormon.
Geschlecht, Alter, Leberfunktion, Ernährung, Schilddrüsenhormone und Medikamente können den Wert beeinflussen.
Da SHBG den freien Anteil der Hormone mitbestimmt, wird es zusammen mit den gebundenen Hormonen betrachtet.
Estradiol ist ein Östrogen; gemessen wird seine Konzentration im Blut.
Estradiol ist unter anderem an der Regulation des weiblichen Zyklus sowie an Knochen- und Stoffwechselvorgängen beteiligt.
Untersucht wird der Wert zur Einordnung der Östrogenregulation, häufig zusammen mit LH und FSH.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit pg/mL): Männer etwa 10–50; Frauen vor der Menopause etwa 30–400; Frauen nach der Menopause etwa 0–30. Die Werte hängen unter anderem von Geschlecht, Alter und Zyklusphase ab.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einer veränderten Regulation der Hormonachse oder mit der Zyklusphase zusammenhängen. Die Einordnung erfolgt im hormonalen Kontext.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer veränderten Regulation oder mit der Zyklusphase zusammenhängen. Der einzelne Wert beweist keine Erkrankung.
Geschlecht, Alter, Zyklusphase, Schwangerschaft, Medikamente und die Messmethode können den Wert beeinflussen.
Die Konzentration hängt unter anderem von Geschlecht, Alter und Zyklusphase ab.
LH (luteinisierendes Hormon) ist ein Hormon der Hirnanhangdrüse; gemessen wird seine Konzentration im Blut.
LH steuert zusammen mit FSH die Funktion der Keimdrüsen.
Untersucht wird der Wert zur Einordnung der Regulation der Keimdrüsen, meist zusammen mit FSH.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit IU/L): Frauen vor der Menopause etwa 5–25 (mit Höhepunkt um die Zyklusmitte), Frauen nach der Menopause etwa 7,7–58,5, Männer über 18 Jahre etwa 1,8–8,6. Die Werte hängen von Geschlecht, Alter und Zyklusphase ab.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einer veränderten Regulation der Hormonachse zusammenhängen. Die Interpretation ist stark vom biologischen und hormonellen Kontext abhängig.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer veränderten Rückkopplung der Hormonachse zusammenhängen und tritt bei Frauen im Rahmen der Menopause physiologisch auf. Der einzelne Wert beweist keine Erkrankung.
Geschlecht, Alter, Zyklusphase, Tageszeit, Medikamente und die Messmethode können den Wert beeinflussen.
Wird zusammen mit FSH, den Sexualhormonen und unter Berücksichtigung von Geschlecht und Alter beurteilt.
FSH (follikelstimulierendes Hormon) ist ein Hormon der Hirnanhangdrüse; gemessen wird seine Konzentration im Blut.
FSH reguliert zusammen mit LH die Keimdrüsenfunktion.
Untersucht wird der Wert zur Einordnung der Regulation der Keimdrüsen, meist zusammen mit LH.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit mIU/mL): Männer vor der Pubertät etwa 0–5,0, in der Pubertät etwa 0,3–10,0, Erwachsene etwa 1,5–12,4; Frauen vor der Pubertät etwa 0–4,0, in der Pubertät etwa 0,3–10,0, bei bestehender Menstruation etwa 4,7–21,5, nach der Menopause etwa 25,8–134,8. Die Werte hängen von Geschlecht, Alter und Zyklusphase ab.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einer veränderten Regulation der Hormonachse zusammenhängen. Die Interpretation ist stark vom hormonellen Kontext abhängig.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer veränderten Rückkopplung zusammenhängen und tritt bei Frauen nach der Menopause physiologisch auf. Der einzelne Wert beweist keine Erkrankung.
Geschlecht, Alter, Zyklusphase, Tageszeit, Medikamente und die Messmethode können den Wert beeinflussen.
Die Einordnung erfolgt im selben Kontext wie bei LH.
TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) ist ein Hormon der Hirnanhangdrüse; gemessen wird seine Konzentration im Blut.
TSH steuert die Schilddrüsenfunktion im Rahmen der Schilddrüsenachse.
Untersucht wird der Wert zur orientierenden Einschätzung der Schilddrüsenfunktion, häufig zusammen mit den Schilddrüsenhormonen.
Referenzbereich (MedlinePlus/U.S. National Library of Medicine; Einheit µU/mL): etwa 0,4–4,8. Der Wert schwankt im Tagesverlauf (Entnahme am besten morgens); manche Labors verwenden bei älteren Menschen eine höhere obere Grenze, und in der Schwangerschaft gilt ein eigener Bereich.
Kein etablierter Idealwert
Für diesen Blutwert gibt es keinen allgemein anerkannten optimalen Einzelwert. Zur Einordnung wird der Referenzbereich des jeweiligen Labors und der individuelle klinische Kontext verwendet.
Kein etablierter Orientierungswert
Ein niedriger Wert kann unter anderem mit einer gesteigerten Wirkung der Schilddrüsenhormone zusammenhängen. Die Einordnung erfolgt zusammen mit den Schilddrüsenhormonen.
Ein erhöhter Wert kann unter anderem mit einer verminderten Wirkung der Schilddrüsenhormone zusammenhängen. Er beweist keine Erkrankung und wird zusammen mit weiteren Schilddrüsenwerten beurteilt.
Tageszeit, Schwangerschaft, Medikamente, Erkrankungen und die Messmethode können den Wert beeinflussen.
Wird zusammen mit den Schilddrüsenhormonen und weiteren Werten beurteilt.
Blutwerte richtig einordnen
Zuerst klären, welche Größe der Befund tatsächlich abbildet.
Laborwerte werden in unterschiedlichen Einheiten angegeben; ohne die Einheit ist eine Zahl nicht einzuordnen.
Der Referenzbereich des jeweiligen Laborbefunds ist maßgeblich — nicht ein allgemeiner Richtwert.
Einige Werte werden durch die Nahrungsaufnahme beeinflusst; die Bedingungen der Abnahme gehören zum Befund.
Viele Werte werden erst im Verbund mit anderen Parametern aussagekräftig.
Alter, Geschlecht, Ernährung, Flüssigkeitshaushalt, körperliche Belastung und Medikamente können eine Rolle spielen.
Mehrere Messungen über die Zeit lassen Veränderungen erkennen, die ein Einzelwert nicht zeigt.
Ein Laborwert ist ein Messwert – seine Bedeutung entsteht durch den Kontext.
Wissenschaftliche Quellen
Die Inhalte stützen sich ausschließlich auf frei zugängliche Informationen öffentlicher medizinischer Einrichtungen. Aufgeführt sind nur tatsächlich verwendete Quellen.
Laborwerte dienen der medizinischen Beurteilung im jeweiligen Kontext. Ein einzelner Wert außerhalb eines Referenzbereichs stellt nicht automatisch eine Erkrankung dar. Ebenso schließt ein Wert innerhalb des Referenzbereichs eine Erkrankung nicht grundsätzlich aus.
Die Inhalte dieser Seite dienen der Orientierung und Ausbildung eines Verständnisses für Laborwerte. Sie ersetzen weder die Beurteilung durch medizinisches Fachpersonal noch eine individuelle Diagnostik. Bei Fragen zu einem konkreten Laborbefund sollte die Beurteilung gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt erfolgen.
